Diabetes

Zuckerstoffwechsel
Mit der Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate werden im Magen-DarmTrakt gespalten und ins Blut abgegeben. Die Bauchspeicheldrüse misst stetig den Blutzucker. Ist dieser hoch, schüttet sie Insulin aus. Insulin sorgt für die Aufnahme von Zucker in die Körperzellen, hier dient Zucker als wichtiger Energielieferant für verschiedenste Zellprozesse. Ist der Blutzucker niedrig, wird das Hormon Glukagon freigesetzt, dieses mobilisiert Zucker aus den vorhandenen Reserven.
Die Zellen der Leber nehmen einen Großteil des Zuckers auf. Sie bauen damit Zuckerspeicher auf. Diese können durch Glukagon wieder abgebaut werden. Darüber hinaus kann die Leber auch selbst Zucker herstellen. Zucker wird zwar in den Nieren gefiltert, aber wieder vollständig zurück ins Blut aufgenommen, sodass der Harn normalerweise zuckerfrei ist. Leider gibt es hierzu in Europa keine zuverlässigen Studien

Was passiert bei Diabetes?
Bei Menschen mit Diabetes besteht ein relativer oder absoluter Mangel an Insulin oder die Wirkung des Insulins an den Körperzellen ist eingeschränkt (Insulinresistenz). Die Folge ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel und ein zuckerhaltiger Harn. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann zu vielfältigen Zellschädigungen und Symptomen führen.

Bei Menschen mit einem Diabetes mellitus sind diese Abläufe gestört, und der Blutzuckerspiegel steigt an. Bei einem Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein oder nur sehr wenig Insulin. Die Patientinnen und Patienten müssen deshalb regelmäßig Insulin spritzen oder über eine Pumpe zuführen.
Bei einem Typ-2-Diabetes entstehen hohe Blutzuckerwerte, weil der Körper auf Insulin immer schlechter reagiert und den Zucker nicht korrekt verwerten kann. In einem späteren Krankheitsstadium kann die Insulinproduktion auch ganz versagen. Erhöhte Blutzuckerwerte lassen das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten sowie für Schäden an der Netzhaut des Auges, an den Nerven und der Niere steigen [